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Rom, 1. Juli 2015 (ZENIT.org) Britta Dörre |

Den Terrorismus bezeichnete Erzbischof Silvano M. Tomasi, ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen und anderen Internationalen Organisationen, in Genf im Rahmen der 29. Sitzung des „Human Rights Council" mit dem Titel „Panel on the Effects of Terrorism on the Enjoyment by All Persons of Human Rights and Fundamental Freedoms" als eine schreckliche Realität, die alle Teile der Welt betreffe, unzählige Leben koste, Gesellschaften bedrohe und ganze Kulturen auslösche.

Gegenüber dem Jahr 2000 sei ein Zuwachs der Opfer terroristischer Übergriffe von 500 Prozent zu verzeichnen. Vor allem den IS und Boko Haram benannte der Erzbischof als Haupttäter dieser traurigen Bilanz. 82 Prozent der Opfer stammten aus dem Irak, Afghanistan, Pakistan, Nigeria und Syrien.

Erzbischof Tomasi verurteilte scharf Terrorakte, die im Namen der Religion verübt werden, und zitierte eine entsprechende Stellungnahme von Papst Franziskus. Terrorismus verachte die Menschenrechte, die politische Freiheit und das Gesetz. Er sei der Hauptfeind friedvollen und brüderlichen Zusammenlebens. Die Situation werde durch die Globalisierung des Terrors zusätzlich erschwert. Der Erzbischof warnte ausdrücklich vor dem „Domino-Effekt": Würde das Recht auf Leben einmal verletzt und verneint, würden grundlegende Rechte wie die Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung unabhängig von Nationalität, sozialem und wirtschaftlichen Status, Sprache und ethnischer Zugehörigkeit missbraucht.

Die betroffenen Länder benötigen Unterstützung, vor allem die Opfer. Terrorismus zerstöre Infrastrukturen, Gesellschaft und Kultur; damit werde der Grundstein für weiteren Zuwachs an Gewalt gelegt. Daher müsse dem Terror mit vereinten Kräften mit Verhandlungen und diplomatischen Mitteln auf politischer Ebene entgegengetreten werden.

( 1. Juli 2015) © Innovative Media Inc.