Vatikanstadt, 20. April 2015 (ZENIT.org

Es gibt rund 1,2 Milliarden Katholiken in der Welt und zunehmend mehr Bischofsstühle in Missionsländern sind mit Einheimischen besetzt: Sowohl das Päpstliche Jahrbuch 2015 als auch das Statistische Jahrbuch der Kirche im Jahr 2013, vom Zentralamt für Statistik und Kirche erstellt, sind am letzten Donnerstag veröffentlicht worden.

In 2.989 Kirchenbezirken der Welt verzeichnet der Vatikan einen Anstieg von mehr als zwölf Prozent an der Zahl getaufter Katholiken zwischen 2005 und 2013, was in absoluten Zahlen ein Wachstum von 1,115 auf 1,254 Milliarden bedeutet. Angesichts des Wachstums der Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum ist der Anteil der Katholiken in der Welt von 17,3 auf 17,7 Prozent angestiegen.

Aber die Situationen sind in den verschiedenen Kontinenten sehr unterschiedlich: in Ozeanien und Europa (wo es 2013 287 Millionen Katholiken gab) ist es gleichbleibend, während die Zahl der Katholiken in Afrika zu (ein Plus von 34 Prozent mit 206 Millionen Getauften im Jahr 2013), wo die Katholiken jetzt 19 Prozent der Bevölkerung des Kontinents stellen, gegenüber 17 Prozent im Jahr 2005.

Der Anstieg in Amerika und Asien ( ein Plus von jeweils 10,5 und 17,4 Prozent) erklärt sich insbesondere durch die demographische Entwicklung des Kontinents zwischen 2005 und 2013.

Bischöfe, Priester, ständige Diakone, Ordensleute, Mitglieder der Säkularinstitute, Laienmissionare und Katecheten werden zusammen auf 4.762.458 im Jahr 2013 geschätzt, 300.000 mehr als im Jahr 2005.

Am 31. Dezember 2013 listete das Verzeichnis 5.173 Bischöfe auf, wobei Amerika und Europa die größte Präsenz aufwiesen (37,4 und 31,4 Prozent der Bischöfe der Welt), gefolgt von Asien (15,1 Prozent), Afrika (13,6 Prozent) und Ozeanien (2,5 Prozent).

In Afrika, Asien und in den Missionsgebieten, gab der Heilige Stuhl bekannt, dass nach und nach die Missionsbischöfe durch einheimische Geistliche ersetzt wurden und zugleich das Laienapostolat gewachsen ist.

Die Gesamtzahl der Priester – Diözesanklerus wie auch Ordenspriester – auf der Welt beträgt 415.348 (ein Plus von 0,3 Prozent). 44,3 Prozent von ihnen wirken in Europa, wo weniger als 23 Prozent der Katholiken der Welt leben, 29,6 Prozent arbeiten in den USA, wo 49 Prozent der Katholiken leben, 14,8 Prozent in Asien (mit 10,9 Prozent Anteil an Katholiken weltweit), 10,1 Prozent in Afrika, wo 16,4 Prozent der katholischen Gläubigen leben und 1,2 Prozent entfallen auf Ozeanien, mit 0,8 Prozent Katholiken der Welt.

Die Zahl der ständigen Diakone, die in Europa und Amerika gleich präsent sind nimmt insgesamt kräftig zu, meldet der Heilige Stuhl: von 33.391 im Jahr 2005 auf mehr als 43.000 im Jahr 2013.

Die Zahl der Ordensleute ohne Priesterweihe ist um ein Prozent zwischen 2005 und 2013 angestiegen: von 54.708 auf mehr als 55.000. Insgesamt nimmt ihre Zahl aber ab, um 1,3 Prozent (693.575 im Jahr 2013), wobei der Rückgang weder Afrika noch Asien betrifft, wo sie zunimmt (18 Prozent beziehungsweise zehn Prozent).

Nach einer Phase des Anstiegs der Priesterberufungen, verzeichnet der Vatikan nun einen Rückgang mit 118.251 Kandidaten im Jahr 2013 gegenüber 120.616 im Jahr 2011 (ein Minus von zwei Prozent): „Ein allgemeiner Rückgang, mit Ausnahme von Afrika, wo man einen Anstieg um 1,5 Prozent festgestellt hat." Auf dem europäischen Kontinent nehmen die Berufung in nur wenigen Ländern zu: in Italien (ein Plus von 0,3 Prozent), in der Ukraine (ein Plus von 4,5 Prozent) und in Belgien (ein Plus von 7,5 Prozent). (mk)