Tin Ngoại Ngữ
Tin Ngoại Ngữ
- Viết bởi Redaktion
Papstpredigt bei der heutigen Messe der Heiligsprechung von vier Seligen -- Volltext
Wir dokumentieren im Folgenden die offizielle deutsche Übersetzung der Predigt von Papst Franziskus bei der Messe der Heiligsprechung von vier Seligen, die am heutigen Sonntag, dem 18. Oktober 2015, auf dem Petersplatz in Rom stattfand.
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Die biblischen Lesungen führen uns heute das Thema des Dienens vor Augen und rufen uns auf, Jesus auf dem Weg der Demut und des Kreuzes zu folgen.
Der Prophet Jesaja beschreibt die Gestalt des Gottesknechtes (53,10-11) und seine Heilssendung. Es handelt sich um einen Menschen, der sich nicht einer vornehmen Herkunft rühmt; er ist verachtet, wird von allen gemieden, ist mit dem Leiden vertraut. Es ist einer, dem weder großartige Unternehmungen zugeschrieben werden, noch berühmte Reden, sondern der durch eine demütige und stille Gegenwart und durch das eigene Leiden den Plan Gottes zur Vollendung führt. Seine Sendung erfüllt sich tatsächlich im Leiden, das ihn befähigt, die Leidenden zu verstehen, die Bürde der Schuld anderer auf sich zu nehmen und sie zu sühnen. Die Ausgrenzung und das Leiden des Gottesknechtes, die bis in seinen Tod hinein fortdauern, erweisen sich als so fruchtbar, dass sie »die vielen« erlösen.
Jesus ist der Gottesknecht: Sein Leben und sein Sterben, ganz im Zeichen des Dienstes (vgl. Phil 2,7), waren die Ursache für unser Heil und für die Versöhnung der Menschheit mit Gott. Das Kerygma, das Herzstück des Evangeliums bestätigt, dass sich in seinem Tod und seiner Auferstehung die Weissagungen über den Gottesknecht erfüllt haben. Die Erzählung des heiligen Markus beschreibt die Szene, in der Jesus sich mit seinen Jüngern Jakobus und Johannes abmüht, die – unterstützt von ihrer Mutter – den Wunsch äußern, im Reich Gottes an seiner Rechten und seiner Linken zu sitzen (vgl. Mk 10,37), und damit Ehrenplätze beanspruchen, wie sie ihrer hierarchischen Vorstellung ebendieses Reiches entsprechen. Es zeigt sich, dass die Sicht, in der sie leben, noch getrübt ist durch Träume von irdischer Verwirklichung. So versetzt Jesus diesen Ansichten seiner Jünger einen ersten „Schlag", indem er darauf hinweist, welches sein Weg auf dieser Erde ist: »Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke ... doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind.« (V. 39-40). Mit dem Bild des Kelches sagt er den beiden die Möglichkeit zu, bis zum Grunde sein Los des Leidens zu teilen, ohne ihnen jedoch die begehrten Ehrenplätze zu garantieren. Seine Antwort ist eine Einladung, ihm auf dem Weg der Liebe und des Dienens zu folgen, und weist zugleich die weltliche Versuchung zurück, sich an die Spitze zu stellen und über die anderen zu herrschen.
Angesichts der Menschen, die sich eifrig um Macht und Erfolg bemühen, sind die Jünger aufgerufen, das Gegenteil zu tun. Daher ermahnt Jesus sie: »Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen. Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein« (V. 42-44). Mit diesen Worten weist er darauf hin, dass in der christlichen Gemeinschaft der Stil der Autorität das Dienen ist. Wer den anderen dient und wirklich kein Ansehen genießt, übt in der Kirche die wahre Autorität aus. Jesus lädt uns ein, eine andere Mentalität anzunehmen und von der Gier nach Macht zu der Freude überzugehen, in den Schatten zu treten und zu dienen; den Instinkt des Herrschens über die anderen auszurotten und die Tugend der Demut zu üben.
Und nachdem er ein Beispiel vor Augen gestellt hat, das nicht nachzuahmen ist, bietet er sich selbst als das Ideal an, auf das man sich beziehen soll. In der Haltung des Meisters soll die Gemeinschaft den Beweggrund für die neue Lebensperspektive finden: »Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele« (V. 45). In der biblischen Überlieferung ist der Menschensohn derjenige, der von Gott »Herrschaft, Würde und Königtum« empfängt (Dan 7,14). Jesus erfüllt dieses Bild mit einem neuen Sinn und stellt klar, dass er die Herrschaft besitzt, insofern er Knecht ist, die Würde, insofern er fähig ist, sich zu erniedrigen, und das Königtum, insofern er zur völligen Hingabe seines Lebens bereit ist. Mit seinem Leiden und Sterben nimmt er nämlich den letzten Platz ein, erreicht die äußerste Bedeutsamkeit im Dienen und macht daraus ein Geschenk für die Kirche.
Ein Verständnis der Macht, das sich an weltlichen Kriterien orientiert, ist unvereinbar mit dem demütigen Dienst, der nach der Lehre und dem Beispiel Jesu die Autorität kennzeichnen müsste. Unvereinbar sind Ehrgeiz und Karrierismus mit der Nachfolge Christi; unvereinbar die irdischen Ehren und Triumphe, der irdische Erfolg und Ruhm mit der Logik des gekreuzigten Christus. Der „mit dem Leiden vertraute" Jesus ist dagegen vereinbar mit unserem Leiden. Daran erinnert uns der Hebräerbrief, der Christus als den Hohenpriester zeigt, der in allem unsere menschliche Lage teilt, außer der Sünde: »Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat« (4,15). Jesus übt im Wesentlichen ein Priestertum der Barmherzigkeit und des Mitleids aus. Er hat unsere Schwierigkeiten unmittelbar selbst erfahren und kennt unsere menschliche Lage von innen her; dass er nicht gesündigt hat, hindert ihn nicht daran, die Sünder zu verstehen. Seine Würde besteht nicht im Ehrgeiz oder in der Herrschsucht, sondern darin, die Menschen zu lieben, ihre Schwäche anzunehmen und zu teilen, ihnen die heilende Gnade zu schenken und ihren mühevollen Weg mit unendlicher Zärtlichkeit zu begleiten.
Jeder von uns hat als Getaufter persönlich Anteil am Priestertum Christi; die gläubigen Laien am allgemeinen Priestertum und die Priester am Amtspriestertum. Daher können wir alle die Liebe empfangen, die aus seinem geöffneten Herzen hervorströmt, sowohl für uns selbst, als auch für die anderen: Lasst uns zu „Kanälen" seiner Liebe, seines Mitleids werden, besonders gegenüber denen, die sich in Situationen des Schmerzes, der Angst, der Entmutigung und der Einsamkeit befinden.
Diejenigen, die heute heiliggesprochen wurden, haben in außergewöhnlicher Demut und Liebe unentwegt ihren Mitmenschen gedient und so ihren göttlichen Meister nachgeahmt. Der heilige Vincenzo Grossi war ein eifriger Pfarrer, der immer die Bedürfnisse seiner Leute im Auge hatte, besonders die Anfälligkeit der jungen Menschen. Mit Leidenschaft verkündete er allen das Wort Gottes und war den am meisten Bedürftigen ein „barmherziger Samariter".
Die heilige Maria von der Unbefleckten Empfängnis setzte sich persönlich in großer Demut im Dienst an den „Letzten" ein und widmete dabei den Kindern der Armen und den Kranken eine besondere Aufmerksamkeit.
Die heiligen Eheleute Louis Martin und Marie-Azélie Guérin haben den christlichen Dienst in der Familie gelebt, indem sie Tag für Tag eine Umgebung voller Glauben und Liebe aufbauten; und in diesem Klima sind die Berufungen ihrer Töchter aufgekeimt, darunter auch die der heiligen Thérèse vom Kinde Jesu.
Das leuchtende Zeugnis dieser neuen Heiligen spornt uns an, auf dem Weg des frohen Dienstes an den Mitmenschen beharrlich voranzuschreiten, im Vertrauen auf die Hilfe Gottes und den mütterlichen Schutz Marias. Mögen sie nun von Himmel aus über uns wachen und uns mit ihrer machtvollen Fürsprache unterstützen.
© Copyright - Libreria Editrice Vaticana
- Viết bởi Deborah Castellano Lubov
Pope Francis has made a surprise visit to the homeless in the Vatican.
This morning, the Holy See Press Office released a statement noting, “Last night, in the evening after the meeting of the Synod, a little after 7 p.m, the Holy Father went to the new dormitory for the homeless on Via dei Penitenzieri, in the premises provided by the General House of the Society of Jesus."
Funded by the Office of Papal Charities, the shelter, called “Dono di Misericordia” (Italian for 'Gift of Mercy') and just opened this month, is located near Rome's Santo Spirito Hospital and the church of the same name in Rome. The dormitory is a gift to the Pope from the General House of the Society of Jesus in response to the Pope's appeal to religious communities and orders to house people in need or in difficulty in their properties.
Yesterday evening, the communique stated, the Pope was welcomed by papal almoner, Archbishop Konrad Krajewski; Msgr. Diego Ravelli, also of the Office of Papal Charities; Fr. Adolfo Nicolás, General of the Jesuits; and Fr. Joachin Barrero, Superior of the Community of the General Curia, along with three sisters of Mother Teresa's Missionaries of Charity, and a few volunteers.
The Holy Father, the communique noted, greeted all 30 guests individually, and then asked to be given a tour of the shelter itself.
“The Pope," it noted, "cordially spent about 20 minutes with the guests, who were visibly moved and happy for his visit.”
The shelter, which can house 34 men, is administered by religious sisters who already assist people in need at Termini Station and San Gregorio Magno al Celio. According to the regulations of the Gift of Mercy Dormitory, before being received as a guest, one must be interviewed by the nuns. Those who stay the night may also dine at the canteen at the Casa Dono di Maria before arriving at the Dormitory, and are offered breakfast prepared at the Dormitory before they leave. Guests may stay for a maximum period of 30 days and they may use the showers available under the Colonnade of St. Peter's Square.
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On ZENIT's Web page:
About the New Homeless Shelter in the Vatican: http://www.zenit.org/en/articles/new-homeless-shelter-opens-near-the-vatican
- Viết bởi Deborah Castellano Lubov
Pope Francis has cautioned that ambition and careerism are incompatible with Christian discipleship and has called for humility and service.
The Pope gave this warning in his homily this morning during the Canonization Mass for Blesseds Vincenzo Grossi, Maria dell'Immacolata Concezione, and parents of St. Therese of Lisieux, Ludovico Martin and Maria Azelia Guérin, in St. Peter's Square. Drawing inspiration from today's readings, the Jesuit Pope noted how they present the theme of service and call us to follow Jesus on the path of humility and the Cross, just as these new saints had done.
Jesus is the Servant of the Lord
Christ's life and death, "marked by an attitude of utter service," were the cause of our salvation and the reconciliation of mankind with God, the Pope said. "The kerygma, the heart of the Gospel," he added, "testifies that His death and Resurrection fulfilled the prophecies of the Servant of the Lord."
In the Gospel, Francis explained, Saint Mark tells us how Jesus confronted His disciples, James and John, who, urged on by their mother, wanted to sit at His right and left in God's Kingdom, to claim places "of honor in accordance with their own hierarchical vision of the Kingdom."
"Their horizon was still clouded by illusions of earthly fulfilment," the Pope pointed out, saying, "Jesus then gives a first 'jolt' to their notions by speaking of his own earthly journey." Jesus assures the two that they can fully partake of his destiny of suffering, without, however, promising their sought-after places of honor. His response, the Pope underscored, is to invite them to follow Him along the path of love and service, and to reject the worldly temptation of seeking the first place and commanding others.
"Faced with people who seek power and success, the disciples are called to do the opposite," the Pontiff said, stressing that Jesus warned them and demonstrated that service is the way for authority to be exercised in the Christian community.
"Those who serve others and lack real prestige exercise genuine authority in the Church. Jesus calls us to see things differently, to pass from the thirst for power to the joy of quiet service, to suppress our instinctive desire to exercise power over others, and instead to exercise the virtue of humility," the Pope said.
After proposing a model not to imitate, Francis recalled, Jesus then offers Himself as the ideal to be followed. By imitating the Master, the Pope continued, the community gains a new outlook on life: 'The Son of Man came not to be served but to serve, and to give his life as a ransom for many.'
The Holy Father went on to say that Jesus fills this image with new meaning. "He shows us that he enjoys dominion because he is a servant, glory because he is capable of abasement, kingship because he is fully prepared to lay down his life. By his passion and death, he takes the lowest place, attains the heights of grandeur in service, and bestows this upon his Church."
"There can be no compatibility between a worldly understanding of power and the humble service which must characterize authority according to Jesus' teaching and example," he said. The Letter to the Hebrews, Francis explained, makes this clear by presenting Jesus as the high priest who completely shares our human condition, with the exception of sin: 'We do not have a high priest who is unable to sympathize with our weaknesses, but we have one who in every respect has been tested as we are, yet without sin' (4:15).
The Holy Father stressed that Jesus exercised a true priesthood of mercy and compassion.
"He knows our difficulties at first hand, he knows from within our human condition; the fact that he is without sin does not prevent him from understanding sinners. His glory is not that born of ambition or the thirst for power; it is is the glory of one who loves men and women, who accepts them and shares in their weakness, who offers them the grace which heals and restores, and accompanies them with infinite tenderness amid their tribulations."
Each of us, through baptism, share in our own way in Christ's priesthood, the Pontiff explained, noting that the lay faithful do so in the common priesthood, priests in the ministerial priesthood.
"Consequently, all of us can receive the charity which flows from his open heart, for ourselves, but also for others. We become 'channels' of his love and compassion, especially for those who are suffering, discouraged and alone."
Follow example of those canonized
"The men and women canonized today," the Pope said, "unfailingly served their brothers and sisters with outsanding humility and charity, in imitation of the divine Master. Saint Vincent Grossi was a zealous parish priest, ever attentive to the needs of his people, especially those of the young. For all he was concerned to break the bread of God's word, and thus became a Good Samaritan to those in greatest need."
Saint Mary of the Immaculate Conception, he highlighted, devoted her life, with great humility, to serving the least of our brothers and sisters, especially the children of the poor and the sick.
Spouses Louis Martin and Marie-Azélie Guérin, Francis noted, practiced Christian service in the family, "creating day by day an environment of faith and love which nurtured the vocations of their daughters, among whom was Saint Therese of the Child Jesus."
"The radiant witness of these new saints inspires us to persevere in joyful service to our brothers and sisters, trusting in the help of God and the maternal protection of Mary. From heaven may they now watch over us and sustain us by their powerful intercession," he said.
Angelus Appeal, Advice
During Pope Francis' Angelus address following the conclusion of the Mass, the Pope said he follows with great concern the situation of tension and violence that afflicts the Holy Land.
"In this moment, there is a need for much courage and much fortitude to say no to the hatred and revenge and to make gestures of peace. For this, we pray that God reinforces in all governments and citizens the courage to oppose violence and to take concrete steps to thaw [the situation]. In the current context of the Middle East, it is, more than ever, crucial that there would be peace in the Holy Land: this we ask God and the good of humanity."
The Argentine Pontiff who has always had a great devotion to St. Therese also reminded those gathered to look to the new saints for guidance, specifically saying, "We entrust our joys, hopes and difficulties of French families and of all around the world to the intercession of the spouses and now Saints, Ludovico Martin and Maria Azelia Guérin."
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On ZENIT's Web page:
Homily: http://www.zenit.org/en/articles/full-text-pope-s-homily-for-canonization-mass
Angelus Address: http://www.zenit.org/en/articles/full-text-pope-s-angelus-address
- Viết bởi Deborah Castellano Lubov
While Calling for Prayers for Synod During Angelus Address, Also Reminds Faithful of Children Knocking on Doors Begging for Help Worldwide
Vatican City State, October 04, 2015 (ZENIT.org) Deborah Castellano Lubov |
Pope Francis says parents participate in God's creative power.
The Holy Father expressed this during his Angelus address today at noon in St. Peter's Square, while speaking on matrimony. Shortly before the Angelus address, Francis had presided over the Mass for the opening of the General Assembly of the Synod of Bishops in St. Peter's Basilica. The synod, whose theme is, 'The Vocation and Mission of the Family in the Church and the Contemporary World,' began this morning in the Vatican and ends Oct. 25th.
In the address, the Pope recalled that today's reading from Genesis was on the complementarity and reciprocity between man and woman and how man is destined to leave his father and mother to become one flesh with his wife, sharing one life and existence. In this marital unit, the Pope reflected, spouses transmit life to new human beings: they become parents.
"[They] participate in the creative power of God himself," the Pope rejoiced. "But be careful! God is love, and one takes part in His work when one loves with Him and like Him. To this end - as Saint Paul says [in his letter to the Romans] - love has been poured into our hearts through the Holy Spirit who was given to us."
And this, Francis continued, is also the love that is given to spouses in the sacrament of marriage, that which "fuels their relationship, through joys and sorrows, quiet and difficult moments." It is the love "that awakens the desire to create children, waiting for them, welcome them, raise them, educate them."
"It is the same love that, in today's Gospel, Jesus reveals to the children: 'Let the children come to me, do not prevent them: for the Kingdom of God belongs to such as these (Mk 10:14),'" the Jesuit Pope recalled.
Today, the Pope said, let us ask the Lord that all parents and educators in the world, as well as all of society, be made instruments of that acceptance and love with which Jesus embraces the little ones. "He looks into their hearts with tenderness and solicitude of a father and a mother at the same time.
"I think of so many children that are hungry, abandoned, exploited, forced into the war, refused. It is painful to see images of children that are unhappy, looking lost, fleeing from poverty and conflicts. They are knocking on our doors and our hearts begging for help."
"The Lord helps us not to be a 'fortress-society,' but a 'family-society,' which welcomes, with proper rules, but welcomes... Always welcomes... with love!"
The Holy Father invited all faithful to support the work of the Synod with prayer and invoked the maternal intercession of the Virgin Mary. After the midday prayer, Francis also asked for prayers for the victims of the floods in the French Riviera and of the landslide which engulfed a village in Guatemala.
As he normally does, Pope Francis concluded his Sunday address wishing those present a good Sunday, a good lunch, and telling them not to forget to pray for him.
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On ZENIT's Web Page:
Full Translation: http://www.zenit.org/en/articles/pope-s-angelus-address--6
(October 04, 2015) © Innovative Media Inc.
- Viết bởi Staff Reporter
'Let us set out once more from Nazareth for a Synod which, more than speaking about the family, can learn from the family, readily acknowledging its dignity, its strength and its value, despite all its problems and difficulties.'
Vatican City State, October 04, 2015 (ZENIT.org) Staff Reporter |
Below is the Vatican-provided translation of the address Pope Francis gave at the Prayer Vigil for the General Assembly of the Synod of Bishops on the Family, Oct. 4-25, in St. Peter's Square Saturday evening:
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Dear Families,
Good evening! What good is it to light a little candle in the darkness? Isn't there a better way to dispel the darkness? Can the darkness even be overcome?
At some points in life – this life so full of amazing resources – such questions have to be asked. When life proves difficult and demanding, we can be tempted to step back, turn away and withdraw, perhaps even in the name of prudence and realism, and thus flee the responsibility of doing our part as best we can.
Do you remember what happened to Elijah? From a human point of view, the prophet was afraid and tried to run away. Afraid. "Elijah was afraid; he got up and fled for his life... He walked for forty days and forty nights to Horeb, the mountain of God. At that place he came to a cave and spent the night there. Then the word of the Lord came to him, saying: 'What are you doing here, Elijah?'" (1 Kg 19:3,8-9). On Horeb, he would get his answer not in the great wind which shatters the rocks, not in the earthquake nor even in the fire. God's grace does not shout out; it is a whisper which reaches all those who are ready to hear the gentle breeze – that still, small voice. It urges them to go forth, to return to the world, to be witnesses to God's love for mankind, so that the world may believe...
In this vein, just a year ago, in this same Square, we invoked the Holy Spirit and asked that - in discussing the theme of the family - the Synod Fathers might listen attentively to one another, with their gaze fixed on Jesus, the definitive Word of the Father and the criterion by which everything is to be measured.
This evening, our prayer cannot be otherwise. For as Metropolitan Ignatius IV Hazim reminded us, without the Holy Spirit God is far off, Christ remains in the past, the Church becomes a mere organization, authority becomes domination, mission becomes propaganda, worship becomes mystique, Christian life the morality of slaves (cf. Address to the Ecumenical Conference of Uppsala, 1968).
So let us b pray that the Synod which opens tomorrow will show how the experience of marriage and family is rich and humanly fulfilling. May the Synod acknowledge, esteem, and proclaim all that is beautiful, good and holy about that experience. May it embrace situations of vulnerability and hardship: war, illness, grief, wounded relationships and brokenness, which create distress, resentment and separation. May it remind these families, and every family, that the Gospel is always "good news" which once again enables us to start over. From the treasury of the Church's living tradition may the Fathers draw words of comfort and hope for families called in our own day to build the future of the ecclesial community and the city of man.
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Every family is always a light, however faint, amid the darkness of this world.
Jesus' own human experience took shape in the heart of a family, where he lived for thirty years. His family was like any number of others, living in an obscure village on the outskirts of the Empire.
Charles de Foucauld, perhaps like few others, grasped the import of the spirituality which radiates from Nazareth. This great explorer hastily abandoned his military career, attracted by the mystery of the Holy Family, the mystery of Jesus' daily relationship with his parents and neighbours, his quiet labour, his humble prayer. Contemplating the Family of Nazareth, Brother Charles realized how empty the desire for wealth and power really is. Through his apostolate of charity, he became everything to everyone. Attracted by the life of a hermit, he came to understand that we do not grow in the love of God by avoiding the entanglement of human relations. For in loving others, we learn to love God, in stooping down to help our neighbour, we are lifted up to God. Through his fraternal closeness and his solidarity with the poor and the abandoned, he came to understand that it is they who evangelize us, they who help us to grow in humanity.
To understand the family today, we too need to enter - like Charles de Foucauld – into the mystery of the family of Nazareth, into its quiet daily life, not unlike that of most families, with their problems and their simple joys, a life marked by serene patience amid adversity, respect for others, a humility which is freeing and which flowers in service, a life of fraternity rooted in the sense that we are all members of one body.
The family is a place where evangelical holiness is lived out in the most ordinary conditions. There we are formed by the memory of past generations and we put down roots which enable us to go far. The family is a place of discernment, where we learn to recognize God's plan for our lives and to embrace it with trust. It is a place of gratuitousness. of discreet fraternal presence and solidarity, a place where we learn to step out of ourselves and accept others, to forgive and to be feel forgiven.
* * *
Let us set out once more from Nazareth for a Synod which, more than speaking about the family, can learn from the family, readily acknowledging its dignity, its strength and its value, despite all its problems and difficulties.
In the "Galilee of the nations" of our own time, we will rediscover the richness and strength of a Church which is a mother, ever capable of giving and nourishing life, accompanying it with devotion, tenderness, and moral strength. For unless we can unite compassion with justice, we will end up being needlessly severe and deeply unjust.
A Church which is family is also able to show the closeness and love of a father, a responsible guardian who protects without confining, who corrects without demeaning, who trains by example and patience, sometimes simply by a silence which bespeaks prayerful and trusting expectation.
Above all, a Church of children who see themselves as brothers and sisters, will never end up considering anyone simply as a burden, a problem, an expense, a concern or a risk. Other persons are essentially a gift, and always remain so, even when they walk different paths.
The Church is an open house, far from outward pomp, hospitable in the simplicity of her members. That is why she can appeal to the longing for peace present in every man and woman, including those who – amid life's trials – have wounded and suffering hearts.
This Church can indeed light up the darkness felt by so many men and women. She can credibly point them towards the goal and walk at their side, precisely because she herself first experienced what it is to be endlessly reborn in the merciful heart of the Father.
[Original Text: Italian]
[Vatican-provided Translation]
(October 04, 2015) © Innovative Media Inc.
- Viết bởi Staff Reporter
Ansprache von Papst Franziskus bei der Gebetswache auf dem Petersplatz, 3. Oktober 2015 -- Volltext
Vatikanstadt, 3. Oktober 2015 (ZENIT.org) Redaktion |
Wir dokumentieren im Folgenden die Ansprache von Papst Franziskus bei der Gebetswache auf dem Petersplatz zur Vorbereitung auf die XIV. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode.
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Liebe Familien, guten Abend!
Was nützt es, in der Nacht, die uns umgibt, eine kleine Kerze anzuzünden? Wäre nicht etwas ganz anderes notwendig, um die Dunkelheit aufzulösen? Kann man denn überhaupt die Finsternis besiegen?
Zu gewissen Zeiten im Leben – in diesem an wunderbaren Quellen doch so reichen Leben – drängen sich solche Fragen mit Nachdruck auf. Angesichts der Anforderungen des Lebens besteht die Versuchung, sich zurückzuziehen, davonzulaufen und sich zu verschließen – vielleicht unter dem Vorwand der Vorsicht und des Realismus – und so der Verantwortung zu entfliehen, den eigenen Beitrag bis zum Grunde zu leisten.
Erinnert ihr euch an das Erlebnis des Elija? Die menschliche Berechnung löst im Propheten die Angst aus, die ihn dazu treibt, die Flucht zu ergreifen. Angst... »Elija geriet in Angst, machte sich auf und ging weg, um sein Leben zu retten.« Er wanderte »vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb. Dort ging er in eine Höhle, um darin zu übernachten. Doch das Wort des Herrn erging an ihn: „Was willst du hier, Elija?"« (1 Kön 19,3.8-9). Und dann, auf dem Horeb, sollte er eine Antwort finden – nicht im starken, heftigen Sturm, der die Felsen erschüttert, nicht im Erdbeben und auch nicht im Feuer. Die Gnade Gottes erhebt nicht die Stimme; sie ist ein sanftes, leises Säuseln, das die erreicht, die bereit sind, es im Hauch einer leichten Brise wahrzunehmen. Jener Hauch klingenden Schweigens fordert sie auf, herauszukommen und in die Welt zurückzukehren, als Zeugen der Liebe Gottes zum Menschen, damit die Welt glaubt...
In diesem Geist haben wir vor genau einem Jahr auf ebendiesem Platz den Heiligen Geist angerufen und darum gebetet, dass die Synodenväter bei der Behandlung des Themas Familie fähig sein möchten, hinzuhören und sich miteinander auszutauschen, mit festem Blick auf Jesus, der das letzte Wort des Vaters und das Kriterium für die Interpretation von allem ist.
An diesem Abend kann unser Gebet nicht anders sein. Denn – wie Patriarch Athenagoras sagte – ohne den Heiligen Geist ist Gott fern, bleibt Christus in der Vergangenheit, wird die Kirche eine bloße Organisation, verwandelt sich die Autorität in Herrschaft, wird Mission zu Propaganda, Gottesdienst zu Beschwörung und christliches Handeln zu einer Sklavenmoral.
Beten wir also, dass die Synode, die morgen eröffnet wird, die Erfahrung von Ehe und Familie zu einem vollkommenen Menschenbild zurückzuführen weiß; dass sie alles Schöne, Gute und Heilige in ihr erkenne, aufwerte und vor Augen führe; dass sie sich die Situationen von Verwundbarkeit zu Herzen nehme, die für viele Familien eine harte Prüfung darstellen: Armut, Kriege, Krankheit, Trauer, verletzte und zerrissene Beziehungen, die Missbehagen, Groll und Brüche verursachen; dass sie diese Familien wie überhaupt alle Familien daran erinnere, dass das Evangelium die „Frohe Botschaft" bleibt, von der aus man immer neu beginnen kann. Mögen die Synodenväter fähig sein, aus dem Schatz der lebendigen Überlieferung Worte des Trostes und Orientierungen der Hoffnung zu schöpfen für Familien, die in dieser Zeit dazu berufen sind, die Zukunft der kirchlichen Gemeinschaft und der Stadt des Menschen aufzubauen.
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Jede Familie ist nämlich immer ein Licht – so schwach es auch sein mag – im Dunkel der Welt.
Die Geschichte Jesu selbst unter den Menschen nimmt Gestalt an im Schoß einer Familie, in der er dreißig Jahre lang bleibt. Und seine Familie ist eine Familie wie viele andere, in einem abgelegenen Dorf am Rande der Imperiums.
Charles de Foucauld hat wie wohl wenige andere die geistliche Bedeutung erfasst, die von Nazareth ausgeht. Dieser große Forscher verließ sehr bald die militärische Laufbahn und war fasziniert vom Geheimnis der Heiligen Familie, vom täglichen Umgang Jesu mit seinen Eltern und den Nachbarn, von der Arbeit im Stillen, vom demütigen Gebet. Bei der Betrachtung der Familie von Nazareth spürte Bruder Charles die Unfruchtbarkeit der Gier nach Reichtum und Macht; mit dem Apostolat der Güte wurde er allen alles. Er, der sich zum Einsiedlerleben hingezogen fühlte, begriff, dass man nicht in der Liebe zu Gott wächst, wenn man die Knechtschaft der menschlichen Beziehungen umgeht. Denn in der Liebe zu den anderen lernt man, Gott zu lieben; indem man sich zum Nächsten niederbeugt, erhebt man sich zu Gott. Durch die brüderliche und solidarische Nähe zu den Ärmsten und Verlassensten verstand er, dass letztlich gerade sie es sind, die uns evangelisieren, indem sie uns helfen, in der Menschlichkeit zu wachsen.
Um die Familie heute zu verstehen, lasst auch uns – wie Charles de Foucauld – in das Geheimnis der Familie von Nazareth eintreten, in ihr verborgenes, alltägliches und gewöhnliches Leben, wie das der Mehrheit unserer Familien ist, mit ihren Mühen und ihren einfachen Freuden. Ein Leben, das durchwoben ist von gelassener Geduld in Widerwärtigkeiten, von Achtung gegenüber der Situation jedes Einzelnen, von jener Demut, die befreit und im Dienen erblüht. Ein Leben in Geschwisterlichkeit, die aus dem Gefühl entspringt, Teil eines einzigen Leibes zu sein.
Die Familie ist Ort einer vom Evangelium inspirierten Heiligkeit, die sich unter den gewöhnlichsten Bedingungen verwirklicht. Dort nimmt man die Erinnerung der Generationen in sich auf und schlägt Wurzeln, die befähigen, sich nach hohen Zielen auszustrecken. Die Familie ist Ort der Unterscheidung, wo man dazu angeleitet wird, den Plan Gottes für das eigene Leben zu erkennen und vertrauensvoll anzunehmen. Die Familie ist Ort der Unentgeltlichkeit, einer taktvollen, brüderlichen und solidarischen Gegenwart, die lehrt, aus sich selbst herauszugehen, um den anderen anzunehmen, um zu vergeben und Vergebung zu spüren.
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Gehen wir wieder von Nazareth aus für eine Synode, die – mehr noch als über die Familie zu reden – fähig ist, von ihr zu lernen, in der Bereitschaft, immer ihre Würde, ihren Charakter und ihren Wert zu erkennen, trotz aller Mühen und Widersprüche, die sie kennzeichnen mögen.
Im »heidnischen Galiläa « (Mt 4,15) unserer Zeit werden wir die Bedeutung einer Kirche wiederentdecken, die Mutter ist, fähig, zum Leben zu erwecken, achtsam, um ständig das Leben hinzugeben, und beflissen, um mit Hingabe, Zärtlichkeit und moralischer Kraft zu begleiten. Denn wenn wir nicht verstehen, die Gerechtigkeit mit dem Mitleid zu verbinden, werden wir schließlich unnötig streng und zutiefst ungerecht sein.
Eine Kirche, die Familie ist, weiß mit der Liebe und der Nähe eines Vaters zu handeln, der die Verantwortung des Hüters lebt, der beschützt, ohne zu bevormunden, der korrigiert, ohne zu demütigen, der erzieht mit dem guten Vorbild und mit Geduld – bisweilen einfach mit dem Schweigen eines betenden und offenen Wartens.
Vor allem aber wird eine Kirche von Töchtern und Söhnen, die sich als Geschwister erkennen, nie so weit kommen, jemanden nur als eine Last, als ein Problem, als Anlass zu Opfer, Sorge oder Risiko zu betrachten: Der andere ist im Wesentlichen ein Geschenk und bleibt das auch, wenn er andere Wege einschlägt.
Die Kirche ist ein offenes Haus, weit entfernt von Prunksucht, aufnahmebereit im nüchternen Stil ihrer Mitglieder und gerade deshalb zugänglich für die Hoffnung auf Frieden, die in jedem Menschen vorhanden ist, auch in denen, deren Herz durch die Prüfungen des Lebens verletzt und leidend ist.
Diese Kirche kann wahrlich die Nacht des Menschen erhellen, ihm glaubwürdig das Ziel zeigen und seine Schritte mit ihm gehen, gerade weil sie als Erste die Erfahrung macht, im erbarmenden Herzen des Vaters ständig zu neuem Leben erweckt zu werden.
© Copyright - Libreria Editrice Vaticana
( 3. Oktober 2015) © Innovative Media Inc.
- Viết bởi Constance Roques
Rome, 1 octobre 2015 (ZENIT.org)
Conférence de presse dans la salle Jean-Paul II de la Salle de presse du Saint-Siège, à l’occasion de la présentation du Message du pape François pour la prochaine Journée mondiale du migrant et du réfugié qui sera célébrée dans l’Église le 17 janvier 2016. Elle sera intitulée : « Migrants et réfugiés nous interpellent. La réponse de l’Évangile de la miséricorde ».
Intervention du cardinal Antonio Maria Vegliò, président du Conseil pontifical pour la pastorale des migrants et des personnes en déplacement.
J’ai le grand honneur et le privilège de présenter le Message du Saint-Père François à l’occasion de la célébration annuelle de la Journée mondiale du migrant et du réfugié qui, au niveau de l’Église universelle, se tiendra le dimanche 17 janvier 2016 ; elle sera intitulée : « Migrants et réfugiés nous interpellent. La réponse de l’Évangile de la miséricorde ».
D’un côté, la célébration de la Journée mondiale s’inscrit naturellement dans le contexte de l’Année de la miséricorde, point de référence pour toute l’Église dans les prochains mois. De l’autre, face à une situation où la migration est en train d’assumer des proportions immenses, et à tant de tragédies survenues dans le monde entier, il faut reconnaître que ce phénomène, sous toutes ses formes, nous appelle à donner une réponse.
La Journée mondiale qui, nous l’espérons, sera célébrée cette année dans toute l’Église au niveau national et diocésain comme Journée jubilaire du migrant et du réfugié, devient ainsi une occasion concrète pour toute la communauté chrétienne de réfléchir, prier et agir. La migration touche surtout nos Églises locales, qui sont l’environnement le plus proche des migrants et des réfugiés. C’est là que nous rencontrons ces personnes face à face et c’est à ce niveau que nous pouvons réaliser concrètement notre rencontre.
Aujourd’hui, dans cette intervention, je tenterai d’illustrer la pensée du Saint-Père, contenue dans son Message pour l’année prochaine, à la lumière d’une caractéristique attestée avec une fréquence particulière dans l’Évangile, qui est la miséricorde. Ensuite, Mgr Joseph Kalathiparambil présentera l’aspect des réfugiés du Message pontifical.
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Avec en arrière-plan l’image de Dieu Père, qui manifeste sa sollicitude paternelle « envers tous, comme le fait le pasteur avec son troupeau » et qui « est particulièrement sensible aux besoins de la brebis blessée, fatiguée ou malade », le pape François décrit la réalité du contexte mondial actuel ; il affirme que « les flux migratoires sont en constante augmentation dans tous les coins de la planète ». La présence de tant de personnes en mouvement – migrants, réfugiés et personnes fuyant leur patrie – interpelle les individus et les collectivités, parce qu’elle défie les modes de vie traditionnels, la perspective, l’horizon culturel et social auxquels tout le monde doit se confronter. Les difficultés de tous ces migrants et réfugiés exigent de l’attention et de la sensibilité à l’égard de cette situation globale.
On ne peut pas rester indifférent et silencieux devant tant de tragédies qui se déroulent dans le monde. On ne peut qu’exprimer sa douleur la plus sincère devant de telles situations de souffrance : ce sont des hommes et des femmes – souvent pauvres, affamés, persécutés, blessés spirituellement ou physiquement, exploités ou victimes de guerre – qui cherchent une vie meilleure. Dans un monde souvent caractérisé aujourd’hui par la globalisation de l’indifférence qui nous fait nous habituer à la souffrance de l’autre, le pape François affirme que « l’Évangile de la miséricorde secoue les consciences (…) et indique des voies pour des réponses qui s’enracinent dans les vertus théologales de la foi, de l’espérance et de la charité, se déclinant dans les œuvres de miséricorde spirituelles et corporelles ».
Voici la base sur laquelle se fonde le thème choisi par le Saint-Père pour la prochaine Journée mondiale. Dans sa structure, si l’on exclut la partie introductive et la conclusion, le Message se divise en fait en deux parties. Dans la première section du document, le pape souligne trois « questions » sur lesquelles les migrants interpellent les individus comme les communautés.
En premier lieu, nous pouvons noter la question de la crise humanitaire actuelle dans le cadre de la migration, existant non seulement en Europe mais présente dans le monde entier. Les migrants et les réfugiés interpellent notre sensibilité à l’égard de cette crise humanitaire. Le pape observe : « Les histoires dramatiques de millions d’hommes et de femmes interpellent la Communauté internationale, devant l’émergence de crises humanitaires inacceptables dans de nombreuses zones du monde. » Cette réalité, comme l’écrit le Saint-Père, nécessite un approfondissement de la situation pour pouvoir mieux connaître les causes qui produisent les migrations ainsi que les conséquences qui en découlent dans les lieux d’arrivée, mais aussi dans un panorama global, pour affronter le phénomène d’une façon juste et qui respecte la sauvegarde de la dignité humaine. La situation d’urgence actuelle ne permet cependant pas que l’on perde de temps en ce moment, et elle requiert une action immédiate. Le danger existant, affirme le pape François, est celui de l’indifférence et du silence qui nous rendent complices « quand nous assistons en spectateurs aux morts par asphyxie, privations, violences et naufrages ».
En second lieu, le Message relève la question de l’identité. « Celui qui émigre, écrit le Saint-Père dans son Message, est contraint de modifier certains aspects qui définissent sa personne et, même s’il ne le veut pas, il force à changer aussi celui qui l’accueille. » L’arrivée du migrant dans un nouveau contexte social demande en effet un processus d’adaptation mutuelle à une nouvelle situation. Le migrant ne peut pas seulement chercher à satisfaire les exigences de sa propre existence, telles que trouver un travail et un logement, pour bien s’établir dans le nouveau lieu. Son insertion dans la nouvelle société requiert aussi un effort intérieur qui nécessite également des changements dans les éléments de son identité pour s’adapter au nouveau contexte social et culturel. Nous pouvons énumérer par exemple le besoin fondamental d’apprendre la langue locale, mais aussi celui de montrer un profond respect pour la culture, l’histoire et l’héritage du peuple qui accueille le migrant.
D’autre part, l’arrivée du migrant « interpelle sérieusement les différentes sociétés qui l’accueillent » afin que le processus d’insertion et d’intégration soit respectueux des valeurs qui « rendent l’homme toujours plus homme dans un juste rapport à Dieu, aux autres et à la création » mais qui, en même temps, permet au migrant de pouvoir contribuer à la croissance de la société qui l’accueille. Le Saint-Père invite à trouver un équilibre délicat entre les deux extrêmes, évitant de créer un ghetto culturel d’une part, et toute trace de nationalisme extrême ou xénophobe de l’autre.
Enfin, le Message du Saint-Père met en évidence la question de l’accueil. Le pape François commence par les aspects positifs, citant de nombreuses institutions, associations, des mouvements, des groupes engagés, des organismes diocésains, nationaux et internationaux, qui « font l’expérience de l’étonnement et de la joie de la fête de la rencontre, de l’échange et de la solidarité ». La communauté chrétienne cherche à reconnaître le visage de Jésus et à écouter sa Parole dans le récit de la parabole du Jugement dernier (cf. Mt 25). L’Église a une « parole » prophétique dans l’œuvre de sensibilisation à l’accueil qui résonne avec force à travers les différentes actions et les œuvres prises concrètement en charge par les communautés chrétiennes. C’est la sensibilisation qui naît de l’engagement et de l’agir quotidien. Par ailleurs, poursuit le pape, en cette époque de grands mouvements migratoires, on découvre que les étrangers font souvent l’objet de soupçon et de crainte. Divers débats animés « sur les conditions et sur les limites à mettre à l’accueil » ont lieu à différents niveaux, des débats qui n’existent pas seulement dans le monde politique, mais aussi dans certaines communautés chrétiennes « qui voient menacée leur tranquilité traditionnelle ».
Devant ces questions et ces interrogations, affirme le Saint-Père, « la réponse de l’Évangile est la miséricorde ». Et ainsi, nous entrons dans la seconde partie de la structure du Message, où nous pouvons relever trois autres thèmes.
La miséricorde pousse à la solidarité envers le prochain : elle « alimente et renforce la solidarité envers le prochain en tant qu’exigence de réponse à l’amour gratuit de Dieu ». Il existe un rapport étroit entre recevoir le don gratuit de l’amour miséricordieux de Dieu et la réponse de l’homme. L’expérience de la miséricorde, fait observer le pape, donne une joie qui veut ensuite s’exprimer dans l’amour que l’on offre à son prochain. La charité est le don de Dieu miséricordieux qui, en même temps, nourrit et stimule le service et la solidarité envers le prochain. Mais la solidarité ne reste pas seulement une expression de respect et d’assistance charitable envers l’autre, elle comporte aussi, écrit le pape, « l’entretien de bons contacts personnels et la capacité de dépasser les préjugés et les peurs ».
Tout ceci est indispensable dans la seconde ligne directrice soulignée par le pape dans son Message : la miséricorde pousse à cultiver la culture de la rencontre. Il s’agit d’un concept important dans la pensée du Saint-Père puisqu’il apparaît souvent dans le contexte de la migration. En effet, le pape l’a déjà souligné dans ses deux messages précédents pour les Journées mondiales de 2014 et 2015. La culture de la rencontre interpelle tout le monde afin que chacun soit disposé non seulement à donner, mais aussi à recevoir des autres, et elle tend à construire la communion et l’unité, ce qui implique aussi un échange réciproque. « L’hospitalité, en effet, dit le pape, vit de ce qui est donné et de ce qui est reçu. »
La complexité du phénomène migratoire rend difficile de séparer les différents aspects, politique ou législatif, humanitaire ou sécuritaire. La perspective de la culture de la rencontre implique un regard sur la personne du migrant dans son ensemble, avec tous ses aspects. Avant tout, le phénomène ne se réduit pas aux statistiques ou aux chiffres. Nous sommes devant des personnes humaines qui ont un visage, une histoire réelle, une famille et des expériences concrètes qui ne doivent pas être négligées. C’est important, puisque nous parlons de l’accueil de personnes concrètes, et non d’idées abstraites. En même temps, la culture de la rencontre requiert aussi de la part des migrants l’effort d’assumer « de manière responsable des devoirs à l’égard de ceux qui les accueillent, en respectant avec reconnaissance le patrimoine matériel et spirituel du pays qui les reçoit, en obéissant à ses lois et en contribuant à ses charges ». Ainsi, la présence des migrants ne devient pas seulement une simple juxtaposition de cultures différentes sur le même territoire, mais une rencontre de peuples, où la proclamation de l’Évangile « inspire et encourage des itinéraires qui renouvellent et transforment l’humanité entière ».
Le troisième sujet soulevé par le Saint-Père dans son Message est la défense du droit de chacun à vivre dans la dignité en restant dans sa patrie. Le pape François écrit : « L’Église est aux côtés de tous ceux qui s’efforcent de défendre le droit de chacun à vivre dans la dignité, avant tout en exerçant son droit de ne pas émigrer pour contribuer au développement de son pays d’origine. » Dans l’esprit de Gaudium et spes, toute personne a le droit d’émigrer, un droit inscrit parmi les droits fondamentaux de tous les êtres humains. Mais au-delà de cela, et même avant, il faut réaffirmer le droit de ne pas émigrer, à savoir d’être dans les conditions de pouvoir demeurer sur sa propre terre.
Avant tout, fait observer le pape François, ceci comporte la nécessité d’aider les pays d’où partent les migrants et les réfugiés. « La solidarité, la coopération, l’interdépendance internationale et la distribution équitable des biens de la terre », écrit le pape dans son Message, « sont des éléments fondamentaux pour œuvrer en profondeur et de manière incisive, surtout dans les régions de départ des flux migratoires ». La nécessité d’une réponse ne se limite pas seulement à la guerre contre les trafiquants ou à la restriction des normes sur l’immigration, mais il faut garder présent à l’esprit que celui qui jouit de la prospérité devrait mettre à la disposition des pauvres et des personnes démunies (comprises individuellement ou comme en tant que nations) les moyens avec lesquels pouvoir répondre à leurs besoins et entrer sur un chemin de développement grâce à une distribution équitable des ressources de la planète. En planifiant les investissements, les entrepreneurs indépendants et les nations mieux développées devraient tenir compte des besoins économiques urgents des pays émergents. La propriété et la possession n’acquièrent un sens que quand elles offrent à l’homme l’occasion de remplir ses devoirs dignement dans la vie sociale et économique, en étant attentif à rechercher le bien commun.
Enfin, ajoute le pape, « il est indispensable que l’opinion publique soit informée correctement, entre autres pour prévenir des peurs et des spéculations injustifiées sur le dos des migrants ». Les mass-médias, comme le fait observer le Saint-Père, ont un rôle de grande responsabilité. Il est important qu’ils aident à démasquer les faux préjugés sur la migration, en la montrant le plus authentiquement possible.
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Le Saint-Père conclut son Message en rappelant l’image biblique de l’accueil de l’étranger comme étant l’accueil de Dieu lui-même, exhortant les migrants et les réfugiés à ne pas se laisser voler l’espérance et la joie qui viennent de l’expérience de la miséricorde de Dieu. Cette année aussi, ses paroles se situent dans le rappel biblique de l’image de la Sainte Famille exilée en Égypte : c’est à son intercession que le pape François confie leur vie ainsi que tous ceux qui consacrent leurs énergie, leur temps et leurs ressources aux migrations.
Je joins ma voix à celle du Saint-Père pour exprimer ma reconnaissance et ma gratitude personnelle aux personnes qui sont au service des migrants. Je les remercie pour leur dévouement et leur courage et j’espère que l’Esprit-Saint continuera de garder vivante dans leurs œuvres l’« imagination de la charité » qu’elles expriment envers toutes les personnes en déplacement.
Merci pour votre attention.
Cardinal Antonio Maria Veglio
© Traduction de Zenit, Constance Roques
- Viết bởi P. Xavier Jahan, sj
Paris, 1 octobre 2015 (ZENIT.org)
À partir de ce 1er octobre, le pape François demande aux catholiques d’orienter leurs prières vers les personnes victimes de la traite sous toutes ses formes : « Prions pour que soit éradiquée la traite des personnes, forme moderne d’esclavage. »
La 2e intention du pape François concerne la mission en Asie : « Pour que, dans un esprit missionnaire, les communautés chrétiennes du continent asiatique annoncent l’Evangile à tous ceux qui l’attendent encore. »
Le P. Xavier Jahan, sj, directeur de l'Apostolat de la prière-France, commente la première intention.
Pour qui en douterait encore, nous avons un pape de combat !
Nous avons encore en mémoire son tout récent voyage en Amérique (Cuba, États-Unis, ONU) et les propos fermes qu’il a su tenir devant toutes les autorités (religieuses, politiques, économiques). Propos fermes mais tout en finesse pour pouvoir être entendus de la part de ses interlocuteurs aux situations diverses et variées. Au-delà des acclamations, le pape savait qu’il ne rencontrait pas que des amis. Mais il a eu la simplicité, le courage et l’audace de dire ce qu’il avait à dire, autant sur notre espace collectif global (notre planète comme notre maison commune), que sur nos situations personnelles et familiales, sans oublier la situation des plus fragiles, des plus malmenés.
C’est forts des signes que le pape a pu nous donner durant ce voyage que nous pouvons nous atteler à ce nouveau défi pour l’humanité, confié à notre prière : « Prier pour que soit éradiquée la traite des personnes, forme moderne d’esclavage. »
Une nouvelle fois, c’est une blessure profonde de notre humanité que le pape vise. Il qualifie lui-même ce fléau de notre temps de véritable « crime contre l’humanité ».
Hélas ! malgré son abolition par la Société des Nations en 1919, puis par la Déclaration universelle des droits de l’homme en 1948, l’esclavage existe toujours…
Au contraire, il tendrait même à reprendre vigueur sous des formes multiples (travail forcé, travail des enfants, prostitutions, commerce d’organes, enfants soldats) sans oublier certaines formes plus subtiles (pensons à certaines formes de publicités) mais qui réduisent au final l’homme et la femme en objets, en simple marchandise, bafouant leur dignité absolue d’êtres humains.
C’est un défi majeur que le pape confie à notre prière. Car nul ne pourrait faire exploser ces chaînes féroces et redoutables si ce n’est avec le concours de l’Esprit Saint, le Souffle saint qui sut ouvrir les fers des apôtres enfermés dans leur prison, au début du livre des Actes des Apôtres (Actes 12, 7).
Aussi, nous avons à unir avec force nos prières dans cette direction. Certes, nous n’arrêterons pas notre prière le 31 octobre… Mais nous (r)éveillerons l’attention de tous, tout au long de ce mois.
Récemment, un jeune me disait, au sujet de ce réseau mondial de prière voulu par le pape : « En fait, ce que vous faites, c’est comme l’Étoile de la mort dans La guerre des étoiles. » Devant ma perplexité face à cette image, il poursuivait et me donnait son interprétation : « Mais si, tu le sais : l’Étoile de la mort est une machine de guerre qui concentre une multitude de petits faisceaux lasers en un seul rayon, qui a alors la puissance de détruire jusqu’à une planète entière… Eh bien ! vous, vous faites la même chose : c’est un combat mais avec l’alliance de vos prières, seulement ce n’est plus Dark Vador qui commande le tir, c’est "White Pastor", le pasteur blanc, le pape qui oriente le tir de la prière de tous les chrétiens… Et c’est au service de la vie ! »
Je vous laisse méditer cette image très suggestive. Elle convient bien à ce combat que nous devons mener, à la suite et à la demande pressante de notre pape. L’arme que le Christ nous donne est la prière. Une prière qui intègre en son sein, quelle que soit sa forme, l’offrande quotidienne de notre vie.
P. Xavier Jahan, sj
Directeur national - France
Réseau mondial de prière du Pape
- Viết bởi Pape Francois
Rome, 1 octobre 2015 (ZENIT.org)
Sous le titre « Les migrants et les réfugiés nous interpellent. La réponse de l’Évangile de la miséricorde », le pape François inscrit la Journée mondiale du migrant et du réfugié, célébrée au niveau ecclésial le 17 janvier 2016, dans le cadre du Jubilé de la miséricorde.
« L’indifférence et le silence ouvrent la voie à la complicité quand nous assistons en spectateurs aux morts par étouffement, par privations, par violences et par naufrages », déclare le pape François.
« Chacun de nous est responsable de son voisin », insiste le pape.
Il ajoute : « Il est important de considérer les migrants non seulement en fonction de la régularité ou de l’irrégularité de leur condition, mais surtout comme des personnes qui, une fois leur dignité assurée, peuvent contribuer au bien-être et au progrès de tous, en particulier lorsqu’ils assument la responsabilité de leurs devoirs envers ceux qui les accueillent, en respectant de façon reconnaissante le patrimoine matériel et spirituel du pays hôte, en obéissant à ses lois et en contribuant à ses charges. »
Il appelle à une information exacte qui ne cache pas les dangers auxquels sont soumis les réfugiés dans leurs pays : « Il est indispensable que l’opinion publique soit informée de tout cela et correctement, notamment pour prévenir des peurs injustifiées et des spéculations sur la peau des migrants. »
A.B.
Message du pape François
Les migrants et les réfugiés nous interpellent. La réponse de l’Évangile de la miséricorde
Chers frères et sœurs !
Dans la bulle d’indiction du Jubilé extraordinaire de la Miséricorde, j’ai rappelé qu’« il y a des moments où nous sommes appelés de façon encore plus pressante, à fixer notre regard sur la miséricorde, afin de devenir nous aussi signe efficace de l’agir du Père » (Misericordiae Vultus, n. 3). L’amour de Dieu, en effet, entend atteindre tous et chacun, en transformant ceux qui accueillent l’étreinte du Père en autant de bras qui s’ouvrent et qui étreignent afin que quiconque sache qu’il est aimé comme fils et se sente « chez lui » dans l’unique famille humaine. De la sorte, l’attention paternelle de Dieu est bienveillante envers tous, comme celle du pasteur avec ses brebis, mais elle est particulièrement sensible aux besoins de la brebis blessée, fatiguée ou malade. Jésus-Christ nous a parlé ainsi du Père, pour nous dire qu’il se penche sur l’homme blessé par la misère physique ou morale et, plus ses conditions s’aggravent, plus se révèle l’efficacité de la miséricorde divine.
À notre époque, les flux migratoires sont en constante augmentation en tout lieu de la planète : les réfugiés et les personnes qui fuient leur patrie interpellent les individus et les collectivités, défiant leur mode de vie traditionnel et bouleversant parfois l’horizon culturel et social auquel ils sont confrontés.
Toujours plus souvent, les victimes de la violence et de la pauvreté, abandonnant leurs terres d’origine, subissent l’outrage des trafiquants de personnes humaines au cours du voyage vers leur rêve d’un avenir meilleur. Si elles survivent aux abus et aux adversités, elles doivent ensuite se heurter à des réalités où se nichent suspicions et peurs.
Très souvent, enfin, elles doivent faire face à l’absence de normes claires et pratiques pour réglementer leur accueil et pour prévoir des itinéraires d’intégration à court et à long terme, avec une attention aux droits et aux devoirs de tous.
Plus que par le passé, l’Évangile de la miséricorde secoue aujourd’hui les consciences, empêche que l’on s’habitue à la souffrance de l’autre et indique des chemins de réponse qui s’enracinent dans les vertus théologales de la foi, de l’espérance et de la charité, en se déclinant en œuvres de miséricorde spirituelle et corporelle.
A partir de ces constatations, j’ai voulu que la Journée mondiale du Migrant et du Réfugié de 2016 soit consacrée au thème suivant : « Les migrants et les réfugiés nous interpellent. La réponse de l’Évangile de la miséricorde ». Les flux migratoires sont désormais une réalité structurelle et la première question qui s’impose concerne la façon de dépasser la phase d’urgence pour faire place à des programmes qui tiennent compte des causes des migrations, des changements qui se produisent et des conséquences qu’impriment de nouveaux visages aux sociétés et aux peuples. Chaque jour, cependant, les histoires dramatiques de millions d’hommes et de femmes interpellent la Communauté internationale face à l’apparition d’inacceptables crises humanitaires dans de nombreuses régions du monde.
L’indifférence et le silence ouvrent la voie à la complicité quand nous assistons en spectateurs aux morts par étouffement, par privations, par violences et par naufrages. De grandes ou de petites dimensions, il s’agit toujours de tragédies quand bien même une seule vie humaine est perdue. Les migrants sont nos frères et sœurs qui cherchent une vie meilleure loin de la pauvreté, de la faim, de l’exploitation et de la répartition injuste des ressources de la planète qui devraient être divisées équitablement entre tous. N’est-ce pas le désir de chacun d’améliorer ses conditions de vie et d’obtenir un bien-être honnête et légitime, à partager avec les êtres qui lui sont chers ?
En ce moment de l’histoire de l’humanité, fortement caractérisé par les migrations, la question de l’identité n’est pas une question d’une importance secondaire. Celui qui migre, en effet, est contraint de modifier certains aspects qui définissent sa personne et, même s’il ne le veut pas, force celui qui l’accueille à changer.
Comment vivre ces mutations, afin qu’elles ne deviennent pas un obstacle au développement authentique, mais soient une opportunité pour une authentique croissance humaine, sociale et spirituelle, en respectant et en favorisant les valeurs qui rendent l’homme toujours plus homme, dans un juste rapport avec Dieu, avec les autres et avec la création ? De fait, la présence des migrants et des réfugiés interpelle sérieusement les diverses sociétés qui les accueillent. Elles doivent faire face à des faits nouveaux qui peuvent se révéler délétères s’ils ne sont pas correctement motivés, gérés et régulés. Comment faire pour que l’intégration se transforme en un enrichissement réciproque, ouvre des parcours positifs aux communautés et prévienne le risque de la discrimination, du racisme, du nationalisme extrême ou de la xénophobie ?
La révélation biblique encourage l’accueil de l’étranger, en le motivant par la certitude qu’en agissant ainsi on ouvre les portes à Dieu lui-même et que sur le visage de l’autre se manifestent les traits de Jésus-Christ. De nombreuses institutions, associations, mouvements, groupes engagés, organismes diocésains, nationaux et internationaux font l’expérience de l’émerveillement et de la joie de la fête de la rencontre, de l’échange et de la solidarité. Ils ont reconnu la voix de Jésus-Christ : « Voici, je me tiens à la porte et je frappe » (Ap 3, 20).
Pourtant, les débats sur les conditions et sur les limites à poser à l’accueil ne cessent de se multiplier, non seulement au niveau des politiques des États, mais aussi au sein de certaines communautés paroissiales qui voient leur tranquillité traditionnelle menacée. Face à ces questions, comment l’Église peut-elle agir, sinon en s’inspirant de l’exemple et des paroles de Jésus-Christ ? La réponse de l’Évangile est la miséricorde.
En premier lieu, celle-ci est un don de Dieu le Père révélé dans le Fils : la miséricorde reçue de Dieu suscite, en effet, des sentiments de joyeuse gratitude pour l’espérance que nous a offerte le mystère de la rédemption dans le sang du Christ. Par ailleurs, elle alimente et renforce la solidarité envers le prochain, comme exigence pour répondre à l’amour gratuit de Dieu, « qui a été répandu dans nos cœurs par l’Esprit Saint » (Rm 5, 5).
Du reste, chacun de nous est responsable de son voisin : nous sommes les gardiens de nos frères et sœurs, où qu’ils vivent. Entretenir de bons contacts personnels et savoir surmonter les préjugés et les peurs sont des ingrédients essentiels pour faire fructifier la culture de la rencontre, où l’on est disposé non seulement à donner, mais aussi à recevoir des autres. En effet, l’hospitalité vit à la fois de ce qui est donné et reçu.
Dans cette perspective, il est important de considérer les migrants non seulement en fonction de la régularité ou de l’irrégularité de leur condition, mais surtout comme des personnes qui, une fois leur dignité assurée, peuvent contribuer au bien-être et au progrès de tous, en particulier lorsqu’ils assument la responsabilité de leurs devoirs envers ceux qui les accueillent, en respectant de façon reconnaissante le patrimoine matériel et spirituel du pays hôte, en obéissant à ses lois et en contribuant à ses charges.
En tout cas, on ne peut pas réduire les migrations à une dimension politique et normative, à des effets économiques, ni à une simple coexistence de cultures différentes sur un même territoire. Ces aspects viennent compléter la défense et la promotion de la personne humaine, la culture de la rencontre des peuples et de l’unité, là où l’Évangile de la miséricorde inspire et encourage des itinéraires qui renouvellent et transforment l’humanité tout entière.
L’Église est aux côtés de tous ceux qui s’emploient à défendre le droit de chacun à vivre avec dignité, avant tout en exerçant leur droit à ne pas émigrer pour contribuer au développement du pays d’origine. Ce processus devrait inclure, à un premier niveau, la nécessité d’aider les pays d’où partent migrants et réfugiés. Cela confirme que la solidarité, la coopération, l’interdépendance internationale et la répartition équitable des biens de la terre sont des éléments fondamentaux pour œuvrer en profondeur et de manière incisive dans les zones de départ des flux migratoires, afin que cessent ces déséquilibres qui poussent des personnes, individuellement ou collectivement, à quitter leur milieu naturel et culturel.
En tout cas, il est nécessaire de conjurer, si possible dès le début, les fuites de réfugiés et les exodes dictés par la pauvreté, par la violence et par les persécutions.
Il est indispensable que l’opinion publique soit informée de tout cela et correctement, notamment pour prévenir des peurs injustifiées et des spéculations sur la peau des migrants. Personne ne peut faire semblant de ne pas se sentir interpellé par les nouvelles formes d’esclavage gérées par des organisations criminelles, qui vendent et achètent des hommes, des femmes et des enfants, comme travailleurs forcés à travailler dans différents secteurs du marché, comme le bâtiment, l’agriculture, la pêche ou d’autres.
Combien de mineurs sont contraints, aujourd’hui encore, de s’enrôler dans les milices qui les transforment en enfants soldats ! Combien de personnes sont victimes du trafic d’organes, de la mendicité forcée et de l’exploitation sexuelle ! Les réfugiés de notre époque fuient ces crimes aberrants ; ils interpellent l’Église et la communauté humaine afin qu’eux aussi, dans la main tendue qui les accueille, puissent apercevoir le visage du Seigneur, « le Père miséricordieux, le Dieu de qui vient tout réconfort » (2 Co 1, 3).
Chers frères et sœurs migrants et réfugiés ! À la racine de l’Évangile de la miséricorde, la rencontre et l’accueil de l’autre se relient à la rencontre et à l’accueil de Dieu : accueillir l’autre, c’est accueillir Dieu en personne ! Ne vous laissez pas voler l’espérance et la joie de vivre qui jaillissent de l’expérience de la miséricorde de Dieu, qui se manifeste dans les personnes que vous rencontrez au long de vos chemins !
Je vous confie à la Vierge Marie, Mère des migrants et des réfugiés, et à saint Joseph, qui ont vécu l’amertume de l’émigration en Egypte. Je confie aussi à leur intercession ceux qui consacrent leurs énergies, leur temps et leurs ressources à la pastorale et à l’aide sociale des migrations. À tous et de tout cœur, j’accorde la Bénédiction apostolique.
Du Vatican, le 12 septembre 2015, mémoire du Saint Nom de Marie
FRANCISCUS PP.
- Viết bởi Pape Francois
Allocution du pape François lors de la veillée de la VIIIe Rencontre mondiale des familles de Philadelphie (Etats-Unis).
Pape François
Rome, 27 septembre 2015 (ZENIT.org)
« Les familles parfaites n’existent pas. Cela ne doit pas nous décourager. Tout au contraire ! », déclare le pape François.
Le pape a encouragé les familles lors de la veiléle de samedi, 26 septembre, au Benjamin Franklin Parkway de Philadelphie en présence de dizaines de milliers de personnes.
« L’amour est une chose que nous apprenons ; l’amour est une chose que nous vivons ; l’amour grandit dans la mesure où il est « forgé » par les situations concrètes dont chaque famille fait l’expérience », a fit observer le pape.
« L’amour naît et se développe constamment entre ombres et lumières, a-t-il insisté. L’amour peut s’épanouir entre l’homme et la femme qui essayent de ne pas faire du conflit le dernier mot, mais plutôt une nouvelle opportunité. Une opportunité pour chercher de l’aide, une opportunité pour nous demander en quoi nous avons besoin de nous améliorer, une opportunité pour découvrir le Dieu qui est avec nous et qui ne nous abandonne jamais. »
Il encourage à transmettre aux jeunes cette expérience que l’amour, avec Dieu, surmonte les difficultés : « C’est le grand héritage que nous pouvons donner à nos enfants, une très bonne leçon : nous faisons des erreurs, oui ; nous avons des problèmes, oui. Mais nous savons que ce n’est pas cela qui compte vraiment. Nous savons que les erreurs, les problèmes, les conflits sont une occasion de nous approcher les uns des autres, de nous approcher de Dieu. »
Dieu, a insisté le pape, n’est pas venu dans un entreprise ou ailleurs, mais dans une famille : « Ce soir nous sommes venus prier ensemble, prier en tant que famille, pour faire de nos foyers le visage joyeux de l’Église. Pour rencontrer ce Dieu qui n’a pas voulu venir dans notre monde d’une autre manière que dans une famille. Pour rencontrer « Dieu avec nous », le Dieu qui est toujours parmi nous. »
A.B.
Message du pape François (texte officiel publié)
Chers frères et sœurs,
Chères familles,
Avant tout, je veux remercier les familles qui ont souhaité partager l’histoire de leurs vies avec nous. Merci pour votre témoignage ! C’est toujours un don d’écouter les familles partager leurs expériences de vie. Cela touche nos cœurs. Nous sentons qu’elles nous parlent de choses qui sont très personnelles et uniques, de choses qui, d’une certaine manière, nous concernent tous. En écoutant leurs expériences, nous pouvons nous sentir nous-mêmes impliqués, mis au défi en tant que couples mariés et parents, en tant qu’enfants, frères et sœurs et grands-parents.
Pendant que j’écoutais, je pensais combien il est important pour nous de partager nos vies de famille et de nous entraider dans cette merveilleuse et exaltante tâche d’« être une famille ».
Etre avec vous me fait penser à l’un des plus beaux mystères de notre foi chrétienne. Dieu n’a pas voulu venir dans le monde autrement que dans une famille. Dieu n’a pas voulu approcher l’humanité autrement que dans un foyer. Dieu n’a pas voulu pour lui-même d’autre nom qu’Emmanuel (cf. Mt 1, 23). Il est « Dieu avec nous ». C’était son désir depuis le commencement, son objectif, son effort constant : nous dire : « Je suis Dieu avec vous, je suis Dieu pour vous ». Il est le Dieu qui, dès le début de la création, dit : « Il n’est pas bon que l’homme soit seul » (Gn 2, 18). Nous pouvons ajouter : il n’est pas bon que la femme soit seule, il n’est pas bon pour les enfants, pour les personnes âgées, pour les jeunes, d’être seuls. Ce n’est pas bon. C’est pourquoi l’homme quitte son père et sa mère, et s’attache à sa femme, et les deux deviennent une seule chair (cf. Gn 2, 24). Les deux sont destinés à devenir un foyer, une famille.
Depuis des temps immémoriaux, au plus profond de notre cœur, nous avons entendu ces mots puissants : il n’est pas bon pour toi d’être seul. La famille est la grande bénédiction, le grand don de ce « Dieu avec nous » qui n’a pas voulu nous abandonner à la solitude d’une vie sans les autres, sans défis, sans foyer.
Dieu ne rêve pas en solitaire, il essaye de faire toute chose « avec nous ». Son rêve permanent devient réalité dans les rêves de nombreux couples qui travaillent à faire de leur vie une vie de famille.
C’est pourquoi la famille est le symbole vivant du plan d’amour que le Père a rêvé autrefois. Vouloir fonder une famille, c’est se décider à faire partie du rêve de Dieu, choisir de rêver avec lui, vouloir construire avec lui, se joindre à lui dans cette épopée de la construction d’un monde où personne ne se sentira seul, indésirable, ou sans foyer.
En tant que chrétiens, nous apprécions la beauté de la famille et de la vie de famille comme le lieu où nous apprenons la signification et la valeur des relations humaines. Nous apprenons qu’« aimer quelqu’un n’est pas seulement un sentiment fort – c’est une décision, c’est un jugement, c’est une promesse » (Erich Fromm, The Art of Loving). Nous apprenons à tout miser sur une autre personne, et nous apprenons que cela vaut la peine.
Jésus n’était pas un célibataire endurci, loin de là ! Il a pris l’Eglise comme épouse, et a fait d’elle un peuple à lui. Il a donné sa vie pour ceux qu’il aimait, de sorte que son épouse, l’Église, puisse toujours savoir qu’il est Dieu avec nous, avec son peuple, avec sa famille. Nous ne pouvons pas comprendre le Christ sans son Église, comme nous ne pouvons pas comprendre l’Église sans son époux, le Christ Jésus, qui a donné sa vie par amour, et qui nous a fait voir que cela vaut la peine.
Donner sa vie par amour n’est pas facile. Comme pour le Maître, « tout miser » peut parfois entraîner la croix. Parfois quand tout semble difficile. Je pense à tous ces parents, à toutes ces familles qui n’ont pas de travail ou qui n’ont pas les droits des travailleurs, et combien cela est une vraie croix. Que de sacrifices font-ils pour gagner leur pain quotidien ! Il est compréhensible que, lorsque ces parents rentrent à la maison, ils soient si exténués qu’ils ne peuvent pas donner le meilleur d’eux-mêmes à leurs enfants.
Je pense à toutes ces familles qui n’ont pas de logement ou qui vivent entassées. Des familles qui manquent du minimum pour être en mesure de construire des liens d’intimité, de sécurité et de protection face aux ennuis de toutes sortes.
Je pense à toutes ces familles qui n’ont pas accès aux services élémentaires de santé. Des familles qui, lorsqu’elles affrontent des problèmes médicaux, surtout quand il s’agit des membres les plus jeunes ou les plus âgés, dépendent d’un système qui ne satisfait pas leurs besoins, qui est insensible à leur peine et leur impose de lourds sacrifices pour recevoir un traitement approprié.
On ne peut pas qualifier de saine une société lorsqu’elle ne garantit pas une réelle place à la vie de famille. On ne peut pas penser qu’une société a un avenir lorsqu’elle ne fait pas passer des lois capables de protéger les familles et d’assurer leurs besoins fondamentaux, surtout ceux des familles qui sont à leurs débuts. Que de problèmes seraient résolus si nos sociétés protégeaient les familles et offraient aux ménages, spécialement aux couples récemment mariés, la possibilité d’avoir un travail digne, un logement et des services médicaux pour les accompagner au cours de la vie.
Le rêve de Dieu est inchangé ; il demeure intact et nous invite à travailler pour une société qui soutienne les familles. Une société où le pain, « fruit de la terre et du travail des hommes » continue à être mis sur la table de chaque foyer, pour nourrir l’espérance des enfants.
Les familles parfaites n’existent pas. Cela ne doit pas nous décourager. Tout au contraire ! L’amour est une chose que nous apprenons ; l’amour est une chose que nous vivons ; l’amour grandit dans la mesure où il est « forgé » par les situations concrètes dont chaque famille fait l’expérience. L’amour naît et se développe constamment entre ombres et lumières. L’amour peut s’épanouir entre l’homme et la femme qui essayent de ne pas faire du conflit le dernier mot, mais plutôt une nouvelle opportunité. Une opportunité pour chercher de l’aide, une opportunité pour nous demander en quoi nous avons besoin de nous améliorer, une opportunité pour découvrir le Dieu qui est avec nous et qui ne nous abandonne jamais. C’est le grand héritage que nous pouvons donner à nos enfants, une très bonne leçon : nous faisons des erreurs, oui ; nous avons des problèmes, oui. Mais nous savons que ce n’est pas cela qui compte vraiment. Nous savons que les erreurs, les problèmes, les conflits sont une occasion de nous approcher les uns des autres, de nous approcher de Dieu.
Ce soir nous sommes venus prier ensemble, prier en tant que famille, pour faire de nos foyers le visage joyeux de l’Église. Pour rencontrer ce Dieu qui n’a pas voulu venir dans notre monde d’une autre manière que dans une famille. Pour rencontrer « Dieu avec nous », le Dieu qui est toujours parmi nous.
© Libairie éditrice du Vatican
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